Oatmeal mit Apfel & Zimt

Es gibt zwei Dinge, die für mich nach dem Aufstehen ganz essentiell sind.

Erstens, die morgendliche Radiosendung mit viel, viel Pop-Musik zum Wachwerden & der Wettervorhersage für den hoffentlich-nicht-allzu-regnerischen Tag. Und zweitens, ein schönes, gesundes, sättigendesFrühstück, das mich möglichst lange auf Hochtouren hält und natürlich lecker schmeckt!

Oatmeal, auch Porridge genannt, ist ein warmer Brei aus Haferflocken und Wasser oder Milch, der sowohl süß als auch pikant zubereitet werden kann. Auf Deutsch übersetzt bedeutet Oatmeal so viel wie Haferbrei, doch das klingt in meinen Augen wirklich nicht sonderlich verlockend! Anders als in Schottland oder England zum Beispiel hat das Porridge in der österreichischen Esskultur eigentlich nur geringen Stellwert, dennoch gibt’s einen Haufen Gründe, Haferflocken ’nen festen Bestandteil der Ernährung zu machen.

Das Stichwort lautet: Ballaststoffe.

Wir Österreicher erreichen mit unsren durchschnittlich 22g pro Tag die empfohlene Ballaststoffzufuhr von 30g leider noch nicht ganz! Durch das Einbauen von Vollkorncerealien in den täglichen Speiseplan aber kann man dem spielend leicht entgegensteuern. So besitzen Haferflocken gleich 9,7g Ballaststoffe auf 100g – das ist ein ganz schön beachtlicher Gehalt. Zum Vergleich: Weißmehl hat lediglich 1,8g Ballaststoffe auf 100g.

Dank ihrem ausgezeichnet hohen Anteil an Ballaststoffen, also, machen die Haferflocken besonders lange satt und tragen dabei erfreulicherweise zu einer gesunden Verdauung und Darmbewegung bei. Auch Cholesterin-senkende und Blutzuckerspiegel-regulierende Effekte werden den Haferflocken nachgesagt – bewirken tut dies das prominente ß-Glucan, ein löslicher Ballaststoff, der speziell im Hafer enthalten ist.

Aja: Weil die Haferflocken in der Regel immer aus dem vollen Getreidekorn gewonnen werden, sind sie logischerweise ein Vollkornprodukt. Deshalb stecken in Haferflocken auch eine große Breite an Vitaminen und Mineralstoffen drin, welche in der Schale des Getreidekorns sitzen und bis zum Enderzeugnis mitverarbeitet werden.

Ich esse Haferflocken unglaublich gerne zum Frühstück, nicht nur aufgrund der wahnsinnig guten Nährstoffzusammensetzung, sondern auch, weil sie einfach lecker sind und sich auf unterschiedlichste Weise verwenden lassen. Hier präsentiere ich das Grundrezept für eines meiner absoluten Lieblingsfrühstücks: Das klassische, einfache, wunderbare Oatmeal.

Grundrezept für 1 Portion:

  • 50 g zartblättrige Haferflocken
  • 200 ml Sojamilch
  • 1 Teelöffel geschrotete Leinsamen

Zum Verfeinern:

  • 1 Apfel
  • Eine Handvoll Trockenfrüchte (Datteln, Cranberries, Rosinen,…)
  • Etwas Goldsirup
  • Zimt

Zubereitung:

Die Sojamilch in einen kleinen Topf füllen und am Herd auf höchster Stufe zum Kochen bringen. Währenddessen Apfel in grobe Würfel schneiden. Haferflocken, Leinsamen, etwas Zimt und 3/4 der Apfelwürfel zur brodelnden Milch im Topf hinzufügen und Herd auf mittlere Hitze stellen. Nun immer wieder mit einem Löffel gut umrühren, damit nichts anbrennt und die Flüssigkeit sich gleichmäßig verteilen kann. So wird das ganze schön cremig! Gegebenenfalls noch einen Spritzer extra Wasser oder Milch hinzufügen. Nach 3-5 Minuten (oder bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist) den Topf vom Herd nehmen und fertiges Oatmeal in eine Schüssel umfüllen. Den Brei nun mit den restlichen Apfelstücken, Trockenfrüchten nach Wahl, Goldsirup und so viel Zimt wie gewünscht garnieren. Eventuell ein Foto schießen, und genießen!

P.S.: Meine Lieblingsmilchsorten sind Hafermilch und Sojamilch, die habe ich fast immer daheim. Hin und wieder verwende ich auch gerne Kokosmilch (die im 1L Karton) oder Mandelmilch. Mittlerweile sind ganz viele verschiedene Pflanzenmilch-Sorten in den Geschäften erhältlich und ich empfehle echt, sich kreuz und quer durchzuprobieren. Mir schmeckt Kuhmilch, ehrlich, aber ich präferiere für mein Haferflocken-Frühstück immer eine der leichten, leckren Milchalternativen!