Hummus mit getrockneten Tomaten & Paprika

Kein Hummus schmeckt so gut wie selbstgemachter Hummus.

Selbstverständlich haben wir alle unsere individuellen Geschmacksvorlieben. Und so wie es unzählige Gewürze, Kräuter und andere geschmacksgebende Zutaten gibt, so gibt es auch unzählige Variationen des beliebten Kichererbsen-Dips a.k.a. Hummus.

Ob klassisch, mit frischen Kräutern, mit Nüssen, Oliven, Tomaten, roter Beete, Paprika, oder Kürbis: Hummus lässt sich auf verschiedenste Art und Weisen zubereiten und steckt so oder so voller gesunder Inhaltsstoffe.

Immerhin basiert Hummus auf gekochten Kichererbsen – und die beinhalten, wie andre Hülsenfrüchte auch, beachtliche Mengen an Protein, Ballaststoffen und Mineralstoffen. Zudem sind die Kichererbsen per se relativ fettarm: 100 g haben etwa 6 g Fett. Beispielsweise kommen auf 100 g Sojabohnen 18 g Fett, auf 100 g Erdnüsse fast 50 g Fett. Dass Erdnüsse viel Fett beinhalten dürfte jedoch keine allzu große Überraschung sein – besonders für all jene, die so wie ich verrückt nach Peanut Butter sind und zumindest 1x einen Blick auf die Kalorien und Nährwerttabelle geworfen haben. 💁‍♀️

Aber hey, back to Hummus. Fett an sich ist ja noch lange nicht schlimm und in jedem Fall lebensnotwendig für unseren Körper! Darüber hinaus ist Fett ein wunderbarer Geschmacksträger und lässt ein Essen, dem Öl oder andere Fettquellen zugegeben worden ist, gleich doppelt so gut schmecken. Geschmacksaufpeppende Zutaten im Hummus sind unter anderem Tahin (= Sesampaste) und Olivenöl. Diese verleihen dem Hummus seine cremige Konsistenz und Vollmundigkeit und tragen mit ihrem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren zu seinem schönen Nährstoffprofil bei.

Die coole Sache am selbstgemachten Hummus ist nun natürlich auch die, dass wir selbst bestimmen können, wie viel Fett reinkommt. Theoretisch lässt sich Hummus auch ganz ohne Zusatz von Fett (also ohne Tahin und ohne Öl) zubereiten, indem stattdessen die Kichererbsen mit etwas Wasser püriert werden. Richtig gewürzt bildet diese Variante eine kalorienarme und leckere Alternative zum klassischen Hummus. Ich persönlich gebe aber immer gerne Tahin und Olivenöl dazu, weil’s, wie gesagt, besser schmeckt. 😉

Andere Zutaten, wie Knoblauch, Zitronensaft, orientalische Gewürze, Salz und Pfeffer dürfen in einem tollen Hummus ebenfalls nicht fehlen. Sie verfeinern das Endprodukt und machen Hummus zu dem, wie wir ihn kennen und lieben. In Hummus-Rezepten sind normalerweise Mengenangaben angeschrieben – wie auch in diesem hier – aber ich möchte dich dran erinnern, dass diese Angaben im Fall von Hummus bloß als grobe Orientierung dienen.

Wie ich meinen Hummus mache? All meine gewünschten Zutaten in den Food Processor schmeißen, pürieren, kosten. Mehr Salz notwendig? Rein damit, pürieren, kosten. Mehr Kreuzkümmel, Kurkuma, Koriander, Knoblauch notwendig? Rein damit, pürieren, kosten. Und so weiter. 😋

Wenn du deinen Hummus selbst machst, bestimmst du die Cremigkeit, die Würze, das Aroma. Dein Hummus ist idealerweise ein perfekter Hummus: nicht zu salzig, nicht zu scharf (oder: sehr scharf), nicht zu flüssig, nicht zu fest.

Im stressigen Uni- und Arbeitsalltag greife ich meist zu Hummus aus dem Supermarkt. Der schmeckt gut. Aber ganz ehrlich: mein eigener schmeckt mir um Welten besser.

Als ich diesen Tomaten-Paprika-Hummus gemacht habe, habe ich mich tatsächlich gefragt, wieso ich nicht öfter meinen Hummus selber zubereite. Es geht schnell? Es geht leicht? Es ist günstiger?

Außerdem lässt sich direkt eine größere Menge Hummus zusammenmixen, zum Beispiel an einem Sonntag, die im Kühlschrank gelagert und im Laufe der darauffolgenden Woche aufgebraucht werden kann.

Und von meiner eigenen, großen Ladung Hummus habe ich ohnehin mehr als von einem gekauften. Denn wie lange hält schon so eine kleine Packung Hummus aus dem Supermarkt in meinem Kühlschrank? Meinen Hummusguster kann diese noch lange nicht stillen, so viel lässt sich sagen. 

Ich liebe Hummus auf meinem Frühstücksbrot, als Dip für Knabberzeug und Gemüsesticks, oder zu Gerichten wie Couscous-Salat oder Falafel-Sandwich.

Im Sommer bietet sich selbstgemachter Hummus ebenfalls als Mitbringsel zu Picknicks und Grillabenden an. 😊

Meine Message: Hummus selber machen ist cool.

Darum wünsche ich dir viel Spaß beim Zubereiten und noch mehr Spaß beim Essen von deinem eigenen, perfekten Hummus. 😇

Übrigens, eine Kleinigkeit noch: Die getrockneten Tomaten und die gegrillte Paprika, die ich in diesem Rezept verwende, habe ich beide im Supermarkt gekauft, eingelegt in einem Glas. Die Paprika könnte man genauso gut selbst im Backrohr grillen und anschließend für den Hummus verwenden. Da ich momentan jedoch kein Bachrohr besitze, habe ich auf die einfachere Variante (Paprika already grilled) zurückgegriffen. 👍🏻

Zutaten:

  • 1 Dose Kichererbsen
  • 4 getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt)
  • 150 g gegrillte rote Paprika (eingelegt, ohne Öl)
  • 2 EL Tahin
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • je ½ TL Kreuzkümmel, Koriander, Paprikapulver
  • Salz & Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Kichererbsen in einem Sieb abtropfen und in Schüssel oder Küchenmaschine umfüllen.
  2. Zu den Kichererbsen nun die restlichen Zutaten hinzugeben und pürieren, bis ein cremiger Hummus entsteht. Bei Bedarf noch Olivenöl oder etwas Wasser hinzufügen, um gewünschte Konsistenz zu erreichen.
  3. Direkt genießen oder mit klein gehackten getrockneten Tomaten, Olivenöl, Schwarzkümmel und Paprikapulver oben drauf servieren. Easy, oder? Mahlzeit!